hirngerechte Informationen

Donnerstag, 26. Mai 2005

Bruchrechnung

tafel-bruch
Für die zweite Aufgabe, eine Unterrichtsstunde nach dem Prinzip BB, BW, WB, WW umzustrukturieren, war es für mich recht schwierig, ein Thema zu finden, denn ich habe bisher noch keine eigene Stunde gehalten und meine geplante erste Stunde habe ich bereits für die erste Aufgabe benutzt.
Ich suchte also nach einem Stundenthema und habe mich an meinem Nachhilfeschüler orientiert. Martin hat große Probleme mit der Bruchrechnung. Er geht in die 8. Klasse. Zur Zeit ist es aber kein Thema in seinem Matheunterricht und daher habe ich mir überlegt, was ihm helfen würde, dieses wichtige Thema zu verstehen.

BB: Zuerst bekommt Martin von mir einen aus Papier geschnittenen Kreis. Er soll sich vorstellen, das sei eine Pizza und er möchte die Pizza in 4 gleich große Teile teilen. Er darf dann probieren und wird herausfinden, dass er das Papier genau in der Mitte falten muss, um zwei gleiche Teile zu bekommen und dann nochmal halbieren muss, um 4 gleich große Teile zu bekommen.

BW: Dann möchte ich die Begriffe 1/4 und 1/2 einführen. Am besten wäre es, wenn Martin die Begriffe selbst erarbeitet. Ich vermute, er wird sehr schnell auf die Brüche kommen.

WB: Martin bekommt nun von mir drei peach melba torteArbeitsblätter, auf denen Kreise abgebildet sind. Er soll nun den Kreis ausschneiden und die "Torten" in verschieden viele gleich große Teile teilen (8Teile, 16 Teile, 6 Teile). Anschließend soll er eine bestimmte Anzahl auf den geteilten Torten färben, z.B. 1/6 rot und 3/6 grün.

WW:Nun soll Martin überlegen, was ein Bruch beinhaltet und die einzelnen Teile (Zähler, Nenner) benennen. Er soll außerdem versuchen, mit eigenen Worten zu beschreiben, was ein Bruch ist und was Zähler und Nenner zu bedeuten haben.
Wichtig ist mir auch, dass wir über Alltagsbeispiele sprechen, z.B. eine Viertelstunde, ein halber Liter Milch.

Dienstag, 17. Mai 2005

Die Tageszeitung

2003110501
Diese Unterrichtsstunde habe ich für eine 6. Hauptschulklasse geplant. Wenn alles so läuft, wie es geplant ist, werde ich diese Stunde am 02.06.05 halten und es wird meine erste Unterrichtsstunde sein!

Die Intention der Stunde ist, dass die Kinder erkennen, dass die Tageszeitung thematisch gegliedert ist und sie sich so einen Überblick verschaffen können.

BB:
Als Einstimmung werde ich den Schülerinnen und Schülern ein Rätsel stellen. Sie erhalten einen Arbeitsbogen, auf dem Artikel, Überschriften und "Seitenköpfe" durcheinander abgebildet sind. Sie sollen in Partnerarbeit die Überschriften und Seitenköpfe den Artikeln zuordnen.
Ich werde die Schülerinnen und Schüler danach fragen, wie sie an die Aufgabe herangegangen sind. Es soll klar werden, dass der Artikel nicht ganz gelesen werden muss, um das Thema zu erkennen.

BW:
In der nächsten Phase erhält jeder Schüler eine Ausgabe des Flensburger Tageblatts. In Gruppenarbeit (3-4 Schüler) soll nun herausgearbeitet werden, welche Seitenköpfe es gibt, wie viele Seiten diese umfassen und welche Themen in den einzelnen Sparten behandelt werden.

WB:
Die Ergebnisse werden an der Tafel gesammelt. Es entsteht eine Auflistung der einzelnen Sparten einer Tageszeitung.

WW:
Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Hausaufgabe, aus Tageszeitungen 5 Artikel nach Interesse auszusuchen. Diese sollen ausgeschnitten und auf einen Zettel geklebt werden. Neben die Artikel soll das Thema und die Sparte geschrieben werden.
Für diese Aufgabe haben die Schülerinnen und Schüler eine Woche Zeit.

Ich hoffe, dass meine Stunde so klappt und die Schüler sie nicht sofort wieder aus ihrem Gehirn löschen!

Samstag, 14. Mai 2005

Gedanken zum Verstehen

Ich habe mich gerade mal etwas mit Informatik beschäftigt. Das ist ein Thema, mit dem ich noch nie etwas zu tun hatte, ich bin also blutige Anfängerin. In den Vorlesungen habe ich zwar schon einiges verstanden, aber irgendwie konnte ich mich nicht mehr an das erinnern, was ich dachte verstanden zu haben. Und als ich das Skript so duchgearbeitet habe, bemerkte ich, dass ich eigentlich überhaupt nicht wusste, worum es geht. So habe ich das Wikipedia- Portal Informatik "aufgeschlagen" und anhand des Skriptes die Vorlesungen aufgearbeitet. Ich habe mir die Bedeutung der mir unbekannten Ausdrücke und die wichtigsten Daten heraus geschrieben. Dabei fiel mir ein, dass ich schon sehr oft auf diese Art gelernt habe. Ich kann mir Dinge besser merken, wenn ich es aufgeschrieben habe. Aber woran mag das liegen?
Ist es so, weil ich dadurch Bilder, die ich im Kopf oder im Heft/ Skript habe, mit Worten fülle und damit meine linke Hemisphäre mit einbeziehe? Wenn ich dann das gewonnen Wissen auch noch anwende, also z.B. eine Mathe- Aufgabe zu dem Thema löse oder eine Redoxreaktionsgleichung aufstelle, habe ich meist einen AHA- Effekt.

Das waren nur mal so einige Gedanke, die mir durch den Kopf gegangen sind. Vielleicht geht es euch ja ähnlich?

Nun werde ich das gute Wetter genießen und Informatik Informatik sein lassen!

Donnerstag, 12. Mai 2005

"Wir haben gemalt..."

"Was habt ihr denn in der Schule gemacht?"- "Wir haben gemalt!"
Wahrscheinlich haben die Kinder gemalt, aber das war doch bestimmt nicht alles?! Um solche Aussagen von Schülern zu vermeiden, müssen wir als angehende Lehrerinnen und Lehrer lernen, wie man Informationen hirngerecht geben kann.
Der Trick ist, dass nicht nur die äußere Struktur des Unterrichts stimmig sein muss, sondern auch die innere Struktur. Das bedeutet, dass die Informationen mit einem Bild beginnt. Diese Bilder sollen dann Worte hervorrufen und die Worte wiederum Bilder. Wichtig ist zum Schluss, dass ein Text vorhanden ist, der alles beschreibt und wiederum Bilder hervorruft, sonst löscht das Gehirn den Unterricht, als ob er nicht stattgefunden hätte. Es ergibt sich also eine Struktur, in der beide Hemisphären zur Arbeit angeregt werden:

Bild- Bild : rechte Hemisphäre
Bild- Wort: rechte Hemisphäre --> linke Hemisphäre
Wort- Bild: linke Hemisphäre --> rechte Hemisphäre
Wort- Wort: Rechte Hemisphäre <--> linke Hemisphäre

Ich war erstaunt über das Beispiel mit den binomischen Formeln. Ich frage mich, warum das nicht auch meine Mathelehrer angewand haben, denn es ist ja wirklich so logisch!
Das ein mathematischer Ausdruck ein Kino hervorrufen muss, hat mich überzeugt. Ich erinnere mich an meine Schulzeit. Ich habe Mathe eigentlich ganz gern gemacht und einigermaßen gekonnt. Ich kann mich aber an keinen einzigen Film erinnern, der durch einen mathematischen Ausdruck hervorgerufen wurde! Warum war ich dann trotzdem ganz gut in Mathe? In der 9./ 10. Klasse hatten wir einen Lehrer in Mathe und Physik, der sehr streng und oft gemein war. Um seinen Böswilligkeiten zu entgehen, habe ich für Mathe mehr getan, als für andere Fächer. Aus Angst. Tja, dadurch habe ich dann Erfogserlebnisse gehabt und das gefiel mir. Der Lehrer muss also auch fair gewesen sein, jedenfalls habe ich gute Noten bekommen.
Und nun studiere ich sogar Mathe! Ja, ich weiß ich habe mich nicht geoutet! Es tut mir leid!

Dienstag, 3. Mai 2005

Hab mal aufgeräumt

So, mein Weblog ist nun fit für die Veranstaltung "Wie informiere ich hirngerecht" im Sommersemester 2005.
Ich bin schon sehr gespannt auf die nächsten Veranstalötungen, die erste war schon ziemlich vielversprechend!
Im letzten Semester hat mit die Arbeit mit den weblogs schon gut gefallen, deshalb habe ich mich auch dazu entschieden, meinen weblog weiter zu führen.
Also, ich freue mich auf regen Kontakt, bis bald,
Anne
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